AXA Winterthur

Eine Firmenkultur, die auf der Vielfalt der Lebensmodelle basiert

AXA Winterthur
Ein Büro am Rande der Winterthurer Altstadt.

In der AXA Winterthur hat die Verein-barkeit von Beruf und Familienarbeit einen hohen Stellenwert. Die Fachstelle Diversity & Family Care nimmt Aufgaben wahr, die über die Geschlechtergleichstellung hinaus der Vielfalt von Lebensentwürfen und Lebensumständen Rechnung tragen. Dafür erhielt die AXA Winterthur den Prix BalanceZH 2011. Zudem wurde die Versicherungsgesellschaft im 2012 von der Fachstelle UND als familien-freundliches Unternehmen zertifiziert.

Acht Uhr morgens. Männer und Frauen, den Aktenkoffer in der Hand, betreten die hohe Eingangshalle des AXA-Winterthur-Hauptsitzes am Rande der Winterthurer Altstadt; ein Haustechniker im Arbeitstenü verschwindet hinter der Glastür zum Treppenhaus. In einem Sitzungsraum empfängt uns Yvonne Seitz, verantwortlich für die Bereiche Diversity & Family Care. Sie hat vor sechs Jahren die Fachstelle gleichen Namens aufgebaut, die dem Bereich Human Resources angeschlossen ist. «Unsere Firmenkultur ist auf Vielfalt, auf das Erkennen und Integrieren von Unterschiedlichkeiten ausgerichtet», erklärt Yvonne Seitz und verweist auf die gesellschaftlichen und demografischen Veränderungen, auf die jedes Unternehmen antworten müsse – aus gesellschaftlichem Engagement und aus wirtschaftlichen Gründen: «Wenn wir heute und in Zukunft gut qualifizierte Mitarbeitende gewinnen möchten, ist eine familien- und gleichstellungsfreundliche Unternehmenspolitik unerlässlich.» Seit April 2012 ist die AXA Winterthur denn auch mit dem Label «Familie UND Beruf» der Fachstelle UND ausgezeichnet.

Vereinbarkeit ist vom ersten Tag an Thema
Schon beim Bewerbungsgespräch respektive am «Welcome Day» werden künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Angebote des Unternehmens im Bereich Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit hingeweisen, wie zum Beispiel Work-Life-Balance oder Unterstützung bei Betreuungspflichten. «Für uns ist Familie ein weit gefasster Begriff, der dem gesellschaftlichen und demografischen Wandel Rechnung trägt», präzisiert Yvonne Seitz. «Family Care schliesst Kinder und ältere sowie möglicherweise pflegebedürftige Angehörige ein, denn wir alle können plötzlich mit der Situation konfrontiert sein, dass Eltern, Partner oder Schwiegereltern krank werden und unsere Hilfe benötigen. Wir bieten unseren Mitarbeitenden kostenlos Beratung und Unterstützung in Fragen zur Lebensgestaltung im Alter, zum Umgang mit Behinderungen oder bei der Suche nach geeigneten Pflegeplätzen für betagte Eltern.»

Die Leistungen der AXA Winterthur sind eindrücklich: Kinder bis ins Vorschulalter finden unter anderem in der firmeneigenen Kindervilla Chäferfäscht ganz in der Nähe des AXA-Winterthur-Hauptsitzes oder in der Region einen Tagesplatz, dessen Kosten bis zu drei Viertel vom Betrieb übernommen werden. Und auch in der übrigen Schweiz können Mitarbeitende auf familienexterne Betreuungsangebote zurückgreifen. «Wenn Mütter und Väter, die abends oft an Sitzungen sind oder zeitweise auswärts arbeiten, zeitlich flexiblere Betreuungsmöglichkeiten brauchen, helfen wir bei der Suche nach einer Tagesfamilie oder einer Nanny», sagt Yvonne Seitz. Auch bei der Arbeitszeitgestaltung wird auf Familienpflichten Rücksicht genommen. «Wir sind offen für Teilzeit und Jobsharing, und es gibt bei uns Paare, die sich die Erwerbs- und die Familienarbeit teilen. Durch unser Modell der Vertrauensarbeitszeit ist es möglich, je nach Bedürfnissen weniger lang am Arbeitsplatz zu sein und diese Zeiten ein anderes Mal zu kompensieren. Das ist auch für Väter eine gute Möglichkeit, öfter mit den Kindern zusammen zu sein.» Yvonne Seitz, früher Journalistin und TV-Moderatorin, spricht aus eigener Erfahrung; sie ist Mutter von Schulkindern, arbeitet zurzeit in einem 70-Prozent-Pensum und schätzt es, an ihren Arbeitstagen auch mal früher nach Hause zu gehen und die Kinder von der Krippe abzuholen. Dafür kann sie abends mit Teleworking noch arbeiten.

Gender Mentoring: Ein Vorzeigeprojekt, das den Dialog zwischen Frauen und Männer fördert
Bausteine zu einer gleichstellungsfreundlichen Firmenkultur sind ein Seminar für Väter, regelmässige Mittagsanlässe unter dem Titel «Lunch and Learn», eine Kids-Ferienwoche während der Sommerferien sowie ein quartalsweise durchgeführtes Treffen für Frauen in (künftigen) Senior-Management-Positionen. Wie sich in einer Umfrage unter 60 AXA-Winterthur-Mitarbeiterinnen gezeigt hat, ist der Wunsch gross nach einem verständnisvollen Miteinander von Frauen und Männern. Aus den Befragungsergebnissen heraus entwickelte der Fachbereich Diversity & Family Care das Projekt Gender Mentoring, das mittlerweile seit drei Jahren erfolgreich umgesetzt wird. Beteiligt sind rund 80 Personen – je zur Hälfte Frauen und Männer aus verschiedenen Abteilungen des Unternehmens. Als Mentoren stellen sich die gesamte Geschäftsleitung sowie diverse Personen aus dem Top-Management zur Verfügung – ebenso sind alle rechtlich eigenständigen Einheiten der AXA beteiligt. «Ziel des Projekts ist es, die Sensibilität bezüglich Verschiedenheit und Gleichheit zwischen Männern und Frauen zu fördern und den Mehrwert zu erkennen, der entstehen kann, wenn weibliche und männliche Denkweisen kombiniert werden», sagt Yvonne Seitz. «Für Veränderungen in den Köpfen brauchen wir Erfolgsgeschichten, und dass jeder dritte Mann aus dem Top-Management sich am Projekt Gender Mentoring beteiligt, ist ein solcher Erfolg.» Und dass die Bestrebungen hinsichtlich Diversity Veränderungen ergeben, zeigt sich auch auf der Zahlenebene: innert 4 Jahren ist der Anteil weiblicher Führungskräfte im Unternehmen um 33 Prozent gestiegen – und bei den Männern arbeiten mittlerweile rund 30 Prozent mehr Teilzeit als noch vor 3 Jahren.(2009/CS - 2012/aktualisiert)

AXA Flexwork

axa flexwork

Die AXA Winterthur setzt auf flexible Arbeitsmodelle und lanciert aktuell eine Kampagne, in welcher verschiedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch gerne Ihre Fragen zum Thema Teilzeit, Homeoffice oder Jobsharing etc. beantworten.

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Zahlen und Fakten

AXA Winterthur 
FirmensitzWinterthur
Gründungsjahr1875
Mitarbeitendeschweizweit: 4300
AXA-Gruppe: 16'000
Anteil Frauen45 % aller Mitarbeitenden
28 % im Management
11 % im Senior Management
Anteil Teilzeitarbeitende25 % aller Mitarbeitenden
41 % der Frauen
12 % der Männer
AXA Winterthur
Am Hauptsitz der AXA Winterthur.

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Familienfreundlichkeit ist ein Thema.