Familienergänzende Kinderbetreuung

Eine Familie gründen und gleichzeitig Karriere machen: Damit Frauen wie Männern diese Möglichkeit offen steht, braucht es genügend qualitativ gute, bezahlbare Plätze in der familienergänzenden Kinderbetreuung.

Familienergänzende Kinderbetreuung fördert die Gleichstellung der Geschlechter. Auch die Wirtschaft profitiert: Die Frauen bleiben nach der Familiengründung den Unternehmen mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung als Arbeitskräfte erhalten. Der Staat hat ebenfalls einen Nutzen. Familien mit doppeltem Erwerbseinkommen erhöhen die Einnahmen aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen und senken die öffentlichen Ausgaben für Sozialleistungen.

Volkswirtschaftlicher Nutzen

Eine Studie des Sozialdepartements der Stadt Zürich berechnet, dass der volkswirtschaftliche Nutzen eines Krippenbesuchs drei- bis viermal so hoch ist wie seine Kosten. Und die familienergänzende Kinderbetreuung bringt den Kindern selbst Vorteile. Ihre soziale Entwicklung wird durch die Beziehungen mit andern Knaben und Mädchen gefördert. Zudem arbeiten pädagogisch ausgebildete Betreuungspersonen gezielt mit den Kindern.

Engagement der Fachstelle

Die Fachstelle für Gleichstellung setzt sich dafür ein, dass die Anzahl der Kinderbetreuungsplätze erhöht, die Qualität hochstehend und die Kosten tragbar sind. Dazu erarbeitet sie Stellungnahmen zu politischen Vorstössen und Gesetzesentwürfen, arbeitet mit im Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz, vertritt den Kanton Zürich in der Eidgenössischen Koordinationskommission für Familienfragen und leitet das Koordinationsgremium Vereinbarkeit Beruf und Familie.

Betreuungskosten zulasten der Frau?

Manch ein Paar denkt: «Lohnt es sich überhaupt, wenn die Frau arbeitet? Die Mehreinnahmen werden ja sowieso gerade wieder von Kinderbetreuungskosten aufgefressen.» Wer so überlegt, macht einen Denkfehler. Warum?