Lebens- und Laufbahnplanung

Was mache ich nach der Lehrabschlussprüfung, nach der Matura? Diese Frage stellen sich junge Erwachsene spätestens im letzten Ausbildungsjahr. Die Antworten, die junge Frauen und Männer darauf finden sind unterschiedlich.

Sowohl die jungen Frauen wie auch die jungen Männer können sich bei ihrer Berufs- und Lebensplanung immer weniger an allgemeingültigen Standards einer Normalbiografie und an klaren Vorgaben orientieren. Vielmehr müssen die Jugendlichen heute individuell wählen und entscheiden. Dabei stehen ihnen moderne und traditionelle Orientierungen als mögliche Bezugspunkte zur Verfügung, woraus sich Widersprüche und Irritationen ergeben können.

Mädchen planen bis zur Mutterschaft

Trotz dieser sogenannten «Entstandardisierung» der Lebensläufe haben aber die soziale Herkunft und das soziale Geschlecht (Gender) immer noch einen prägenden Einfluss auf die Lebensplanung.

Einerseits ist für junge Frauen und Männer der Übergang von der Lehre ins Berufsleben oft mit unterschiedlichen Perspektiven und Visionen verbunden. So rechnen junge Frauen vielfach mit andern Zeiträumen und Möglichkeiten als ihre männlichen Kollegen: Erwerbsarbeit bis zu einer Mutterschaft, Wiedereinstieg in eine Teilzeitarbeit, Vereinbarkeit von Lohn- und Familienarbeit.

Eine langfristige Berufslaufbahn wird von jungen Frauen häufig nicht in Betracht gezogen. Damit entgehen ihnen viele herausfordernde Tätigkeiten und Karrierechancen. Umgekehrt ist für junge Männer die Erwerbsarbeit der zentrale Parameter ihres zukünftigen Lebens.

Projekt Profil+

Die Fachstelle für Gleichstellung des Kantons Zürich hat in Kooperation mit den Fachstellen für Gleichstellung der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Bern, Luzern, St. Gallen, Tessin sowie der Städte Bern und Zürich Profil+ entwickelt.

Mit dem Impulstag Profil+ werden junge Frauen und Männer gezielt aufs Berufsleben vorbereitet.

Die Mappe Profil+ enthält Materialien, welche Aus- und Weiterbildungsverantwortliche dabei unterstützen, einen solchen Impulstag selbst durchzuführen. Profil+ kann in Berufsfachschulen, Ausbildungsverbünden und Ausbildungsabteilungen grosser Betriebe durchgeführt werden.