Berufsmesse Zürich

Vom 17. bis am 22. November 2014 organisierte die Fachstelle für Gleichstellung (FFG) zum ersten Mal einen Stand an der jährlich durchgeführten Berufsmesse Zürich, der grössten Berufsmesse der Schweiz.

Auf Anfrage des Kantonalen Gewerbeverbands (KGV) skizzierte und plante die FFG einen Stand, der sich mit dem Thema der geschlechtergerechten Berufswahl von Jugendlichen befasste. 

Das Projekt wurde vom Schweizerischen Staatsekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) grosszügig unterstützt. 

Neben dem eigenen Stand war die FFG auch dafür zuständig, einen übergreifenden Slogan für die Messe zu entwickeln,
der dem Thema auf der Metaebene Rechnung tragen würde: „Dem Beruf ist dein Geschlecht egal – finde dein wahres Talent!“ fand letztlich den Weg auf alle Messeplakate und wurde von vielen Seiten als ansprechend und sehr aussagekräftig empfunden, ohne ausgelutschte Clichés zu stark zu bedienen.

Der "JobMatcher" begeistert

Das Herzstück des FFG-Standes bestand aus einem interaktiven, computerbasierten Spiel mit dem Namen
„JobMatcher“, bei welchem die Teilnehmenden die Aufgabe hatten, verschiedene Berufsbezeichnungen der richtigen Person zuzuordnen. Diese Kombinationen wurden bewusst so gewählt, dass sie eine eher untypische Verbindung zwischen
Geschlecht und dem porträtierten Beruf darstellten (z.B. eine junge Informatikerin, ein junger Fachmann für Pflege, etc.). Den Teilnehmenden sollte damit implizit vermittelt werden, dass ein als „typisch männlich“ oder „typisch weiblicher“
Beruf in Realität überhaupt nicht auf das Geschlecht reduziert werden kann und dass die Berufswahl unabhängig vom Geschlecht getroffen werden kann und auch so
getroffen werden soll. 

Die Erwartungen in Bezug auf Kontakte am Stand wurden bei weitem übertroffen. Über die fünf Messetage hinweg konnte die FFG 1992 SchülerInnen, 234 Eltern und 48 Lehrpersonen am Stand begrüssen. Der „JobMatcher“ kam extrem gut an und begeisterte sowohl viele Jugendliche als auch ältere Bezugspersonen. Die FFG war über die Gesamtdauer mit allen fünf eigenen Mitarbeitenden, sowie mit sechs externen Helfern und Helferinnen vor Ort. Damit war die Berufsmesse
ein voller Erfolg und diente der FFG als Katalysator für Verbreitung der eigenen Botschaft enorm effizient.

Auftritt im TV bei "Joiz"

Am Montagabend (17.11.) konnten FFG-Leiterin Helena Trachsel und FFG-Projektleiter Yannick Staubli in einem von der Berufsmesse organisierten Lehratelier mit acht Lehrpersonen zudem einen intensiven Workshop zum Thema geschlechtergerechte Berufswahl abhalten, welcher durchwegs positives Feedback einbrachte und auch in weiterführender Zusammenarbeit mit einzelnen Lehrpersonen fruchtete.

Am Vorabend des Starts der Messe wurde FFG-Mitarbeiter Yannick Staubli von der TV-Sendung „joiZone social“
des Jugendsenders „joiz“ eingeladen und konnte für die Botschaft, die Berufsmesse und auch für die FFG grossflächig Werbung machen. Der Auftritt resultierte in viel positivem Feedback und erreichte eine grosse Anzahl von Jugendlichen, zu denen die FFG ansonsten keinen Zugang gehabt hätte. Den Link zur Online-Wiedergabe der Sendung finden Sie am Ende dieser Seite.

Ein voller Erfolg für die Fachstelle

Im Verlauf der Messe konnte Yannick Staubli dann mehrmals im Forum vor durchschnittlich 50 bis 80 Besuchern und Besucherinnen die Botschaft im Rahmen eines Interviews mit „TeleZüri“-Moderatorin Nicole Fritsche verbreiten. Dies präsentierte eine weitere tolle Gelegenheit, eine Audienz zu erreichen, die man ansonsten nicht hätte erreichen können.

Insgesamt gesehen kann die Berufsmesse 2014 als absoluter Erfolg gewertet werden, der allen Beteiligten einen grossen Mehrwert verschafft hat. Die FFG überlegt sich aufgrund dieser positiven und erfolgreichen Erfahrung, im Jahr 2015 wiederum einen Stand an der Berufsmesse zu organisieren.