Bildung

Frauen haben in der Bildung in den vergangenen Jahren stark aufgeholt und sind sowohl in den Gymnasien als auch an der Universität in der Mehrheit. Aber an der geschlechtsspezifischen Ausbildungswahl hat sich wenig geändert.

Im Kanton Zürich schliesst gegenwärtig etwa jeder fünfte Jugendliche ein Gymnasium ab. Bereits seit mehreren Jahren liegt der Frauenanteil in den Maturaklassen bei rund 60 Prozent. An der Universität liegt der Frauenanteil der Studierenden gegenwärtig bei rund 56 Prozent, an den Fachhochschulen bei rund 53 Prozent und in der Höheren Berufsbildung bei rund 47 Prozent.

Fortschritt und Stagnation

Aber die Unterschiede in der Wahl der Fach- und Studienrichtung sind geblieben. So sind junge Männer beispielsweise in den Gymnasialklassen mit musischem Profil krass untervertreten (Abschlüsse 2009: 24 Prozent), bilden aber in der Informatikmittelschule die grosse Mehrheit (Abschlüsse 2009: 82 Prozent). 2009 betrug der Frauenanteil in der Pädagogischen Hochschule 78 Prozent, in der Hochschule für Technik jedoch nur 11 Prozent.

Männerberufe, Frauenberufe?

Auch an der geschlechtsspezifischen Berufswahl im direkten Anschluss an die obligatorische Schule hat sich wenig geändert. Junge Frauen wählen ihren Beruf noch immer aus einem deutlich kleineren Spektrum von Berufen aus als junge Männer und wählen auch häufiger kürzere Ausbildungen.